SALIH JAMAL
Suki
20,00 € inkl. MwSt
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Ein Unfall bringt sie zusammen, doch der wahre Zusammenstoß geschieht im Unsichtbaren.
Suki ist sechzehn, trotzig, verletzlich, komisch – und verloren. Sie treibt durch Berlin. Anna Fischer, ihre Lehrerin, versucht, eine Vergangenheit unter Verschluss zu halten. Zwischen beiden entsteht eine fragile Nähe, die für einen Moment die Kälte der letzten Dezembertage unterbricht.
Eine moderne Parzivalgeschichte über Verlust, das Bleiben trotz Bruchstellen und die stille Hoffnung, gesehen zu werden – in einer Gegenwart, in der Überforderung, Einsamkeit und Zukunftsmüdigkeit längst zum Grundrauschen geworden sind.
Salih Jamal verbindet philosophische Tiefe mit sinnlicher Bildkraft und erschafft Geschichten, die zeitlos und hochaktuell wirken, ohne ihre Leichtigkeit und literarische Eleganz zu verlieren. Hauke Harder – BUCHHANDLUNG ALMUT SCHMIDT
LESEPROBE
Erscheint am 02.10.2026
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Salih Jamal
Salih Jamal
Salih Jamal hat seine Wurzeln in Palästina und lebt in Düsseldorf.
Veröffentlichungen: Vor der Nacht (Leykam, 2024), Blinder Spiegel (2022) und Das perfekte Grau (2021), beide Septime.
Letzterer erreichte einen Platz auf der Hotlist für die zehn besten Bücher unabhängiger Verlage.
Bücher
Suki
20,00 € inkl. MwSt
| Maße | 12,5 × 19 cm |
|---|---|
| Autor | Salih Jamal |
| Auflage | 1. Auflage 2026 |
| Festeinband | gebundenes Buch mit Leseband |
| Erscheinungstermin | 2. Oktober 2026 |
| Covergestaltung | KI-generiert:Midjournex, |
| Seiten | 216 |







Kerstin Kruse –
Ein leises Buch mit lautem Nachhall
Suki heißt die unbequeme Protagonistin dieses beeindruckenden Buches. Sie ist eine wütende Teenagerin, die sich in der Welt ziemlich allein gelassen und verloren fühlt. Trotzdem ist Suki zugleich ein kämpferischer und starker Charakter und versucht in einer Welt, der sie egal zu sein scheint, Halt, Verlässlichkeit und Vertrauen zu finden.
Überraschend wird ihre Lehrerin Anna Fischer zu solch einem Anker, doch diese hat ebenso ihre privaten Probleme und fühlt sich gleichermaßen verloren und haltlos. Dennoch leidet sie auf andere Weise als Suki. Trotz ihrer Sorgen hält sie eine starke, professionelle Fassade aufrecht, wodurch ihr Umfeld kaum etwas von ihrer wahren Gefühlswelt bemerkt. Im Zusammentreffen mit Suki bekommt Annas Professionalität aber Risse und sie überschreitet pädagogische Grenzen, um Suki eine helfende Hand zu reichen.
Der Roman besticht vor allem durch seine poetischen, leisen Töne. Sensibel aber dennoch nie rührselig oder verklärend wird die zerbrechliche Beziehung zwischen Suki und ihrer Lehrerin beschrieben. Dem Autor gelingt es unglaublich gut, Stimmungen einzufangen, indem er den Fokus des Lesers auf viele kleine Details, wie Licht, Geruch oder (leise) Töne, lenkt. Dass die Handlung im Winter angesetzt ist, macht die von den Charakteren empfundene soziale Kälte umso nachdrücklicher spürbar und verdeutlicht die bedrückende Stimmung. „Suki“ ist ein leises, poetisches Buch mit oft traurigen Zwischentönen, aber gerade dadurch behauptet es sich und hallt laut und eindringlich in einem nach. Mich haben die zwei Hauptfiguren sehr bewegt und ich fand sie nachvollziehbar und authentisch dargestellt. Sicher wird mir diese gefühlvolle Geschichte noch lange in Erinnerung bleiben, auch wenn sie mich etwas melancholisch stimmt.
Im Nachwort erklärt der Autor, dass er mit diesem Buch aufzeigen möchte, wie das permanente Hintergrundrauschen verschiedener Krisen in unserem Alltag in das Innere der Menschen eindringt und dadurch psychische Probleme und soziale Kälte erzeugt. Das ist ein schonungsloser, aber ehrlicher Blick auf die Realität, aber das Buch hilft auch leise Hoffnungsschimmer zu erkennen. Dies ist die Botschaft von „Suki“, die beeindruckend laut nachhallt.