BERNHARD HORRES
Schmerz.Haft
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An Körper, Geist und Seele erschöpft, verlässt Monsieur Gris das Festland und rudert mit letzter Kraft an das Ufer der Kastanieninsel. In einer inneren und äußeren Wandlung durchlebt er eine Metamorphose des jahrelangen Schmerzes.
Mit Hilfe des Papstes und durch die Begegnung mit der Dame in Schwarz, gelingt es ihm, auf grünen Trampelpfaden, abseits der neuronalen Autobahnen, Neues zu entdecken und die Mauer der Schmerz.Haft zu durchbrechen.
Der Debüt-Roman von Bernhard Horres ist das Werk eines Protagonisten, den die zweiundzwanzigjährige Begegnung mit dem Schmerz farblos zurückließ und zu einer literarischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Schicksal zwang.
– Friedericke Kasack –
An Körper, Geist und Seele erschöpft, verlässt Monsieur Gris das Festland und rudert mit letzter Kraft an das Ufer der Kastanieninsel. In einer inneren und äußeren Wandlung durchlebt er eine Metamorphose des jahrelangen Schmerzes.
Mit Hilfe des Papstes und durch die Begegnung mit der Dame in Schwarz, gelingt es ihm, auf grünen Trampelpfaden, abseits der neuronalen Autobahnen, Neues zu entdecken und die Mauer der Schmerz.Haft zu durchbrechen.
Der Debüt-Roman von Bernhard Horres ist das Werk eines Protagonisten, den die zweiundzwanzigjährige Begegnung mit dem Schmerz farblos zurückließ und zu einer literarischen Auseinandersetzung mit dem eigenen Schicksal zwang.
– Friedericke Kasack –
Zusätzliche Informationen
| Abmessungen | 12 × 19 cm |
|---|---|
| ISBN | 9783946112891 |
| Auflage | 1. Auflage 2023 |
| Erscheinungstermin | 17. September 2023 |
1 Rezension für Schmerz.Haft
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Mich hat diese Geschichte zutiefst bewegt. Die Aufbereitung des Themas durch Johannes Chwalek finde ich beeindruckend. „Gespräche am Teetisch“ kann ich als absolut lesenswert empfehlen.PETRA SEITZMAYER
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PRESSESTIMMEN:
Bergsträßer Anzeiger vom 07.02.2020 „Das Internat als Zufluchtsort“ von Thomas Tritsch
„Die literarische Qualität findet sich vor allem in der nüchternen Schilderung, die gerade durch ihre unprätentiöse, auf Effekte verzichtende Klarheit den Leser in Hirn und Herz zu erreichen vermag.“ THOMAS TRITSCH, Bergstraße AnzeigerrbbKultur LESESTOFF am 15.07.2019 – Eine Rezension von Jörg Magenau
„Das Buch lebt ganz und gar vom Stoff, aber auch von der unmittelbaren Direktheit der Darstellung. So bleibt der Text das, was er ist: Ein erschütterndes Dokument und Zeugnis der Kraft der Sprache.“ JÖRG MAGENAU, rbbKultur________________________________________________________________________________________________Auch als E-Book erhältlich:ISBN 978-3-946112-42-610,99 €






Susanne Konrad –
Eine psychosomatische Schmerzklinik, so etwas ist die „grüne Kastanieninsel“. Hier werden nicht nur chronische Schmerzen behandelt, sondern auch zahlreiche psychologische und kreative Therapien eingesetzt, um eine Schmerzlinderung zu erreichen und die Patienten in ihrer Persönlichkeit zu stärken. Wir erleben die „Landung“ des Mittfünfzigers Jean-Paul Gris, der seit über zwanzig Jahren unter chronischen Schmerzen leidet und endlich einen Ausweg finden will, auf diesem Terrain.
Der Protagonist erzählt in der Ich-Form, wird aber manchmal von einem Erzähler aus dem Off in kurzen Sequenzen „observiert“. Er nennt den Protagonisten „Monsieur Gris“, charakterisiert ihn also als einen „grauen Herrn“ oder „ergrauten Herrn“. Für fünfundsechzig Tage, unterbrochen durch einige Heimaturlaube, lässt sich Monsieur Gris auf das Geschehen im Klinikum ein. Er akzeptiert die Behandlungen, zu denen auch Arztgespräche gehören, denn er ist dankbar dafür, dass die Klinik eine ganzheitliche Ausrichtung hat und dass Schmerzen nicht nur als schulmedizinisches Problem angesehen werden. Das Ambiente mit seinen Spielregeln (zu denen auch das schlechte Essen mit billigem „Harry“-Brot und die im Vergleich dazu köstlichen Kaffeespezialitäten in der Cafeteria gehören) schafft eine berechenbare Außenwelt, unter deren Oberfläche es aber brodelt.
Eingehüllt in die Blase des Therapiealltags, macht Gris Erfahrungen nicht nur mit sich selbst, sondern auch mit anderen Menschen. Besonders fasziniert ihn eine Dame in Schwarz, die er nicht nur anziehend findet, sondern mit der er bereichernde Gespräche führt, ja, die das Schreiben seines Buches in der Fiktion wie auch in der Realität beflügelt haben muss, denn sie wird in einer Vorbemerkung des Romans erwähnt. Gris hat auch eine Ehefrau, Lila, mit der er ebenfalls harmonische und zugewandte Stunden verbringt, wenn er Urlaub hat. Diesen Konstellationen wohnt zugleich eine hintergründige Ironie inne, die das Rehabilitationsgeschehen im Allgemeinen und seine Auswirkungen auf die Lebensführung in Frage stellt. Das gilt auch für die in das Geschehen involvierten Frauengestalten Lila und Dame-in-Schwarz. Die Bezeichnung von Nebenfiguren als „serbische Stimme“ und als „schnelle Inge“ verdeutlicht die bruchstückhafte Wahrnehmung anderer Menschen in solchen Kliniksistuationen, wo man nur einigen wenigen wirklich näher kommen kann.
Aufgrund der wechselnden Perspektiven, der unterschwelligen Ironie und der verschiedenen Realitätsschichten (die Dame in Schwarz taucht in der Vorbemerkung des realen Buchs, aber auch als fiktive Figur im Erzählgeschehen auf), wirkt der Roman auf den ersten Blick kryptisch. Bei näherem Hinsehen ist er aber durchaus deutbar. Er ist in die drei Abschnitte „Die Landung“, „Die Metamorphose“, „Die Auswilderung“ gegliedert, wobei der erste Abschnitt, der die Ankunft und das Überleben auf der „Kastanieninsel“ zum Gegenstand hat, mit Abstand der längste ist. Es ist abzuwarten, welche inneren Wandlungen Monsieur Gris daraufhin vollziehen und wie er sich nach dem Verlassen des Schonraums der Klinik in der freien Wildbahn des Alltagslebens weiter entwickeln wird. Eine ausführlich erzählte und hintergründige Zauberberg-Variante aus dem 21. Jahrhundert.